Norwegen drängt IMO, die Schiffsemissionen bis 2050 zu halbieren

Gepostet von Joseph Keefe5 April 2018
Dateibild (KREDIT: AdobeStock / (c) 14KTGold)
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Die globale Schifffahrt sollte sich das Ziel setzen, die Treibhausgasemissionen bis 2050 zu halbieren, sagte die norwegische Regierung und Reedervereinigung am Donnerstag vor den Gesprächen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) in London nächste Woche.
Norwegens Flotte hat einen Wert von rund 45 Milliarden US-Dollar. Das ist der fünftwertvollste Wert hinter Japan, Griechenland, China und den Vereinigten Staaten. Norwegens Schifffahrt umfasst Offshore-, Gas-, Chemie-, Autoschiffe, Massengut, Rohöl, Rohprodukte und Container.
Die IMO, die sagt, dass die internationale Schifffahrt etwa 2,2 Prozent der weltweiten Kohlendioxidemissionen ausmacht, wird vom 9. bis 13. April zusammentreffen, um eine Strategie zur Bekämpfung des Klimawandels zu entwickeln. Der Versand war im Pariser Klimaabkommen von 2015 nicht enthalten.
"Die Emissionen sollen bis 2050 um 50 Prozent gegenüber 2008 reduziert werden", sagte Harald Solberg, Leiter des norwegischen Reederverbandes, zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Handelsminister Torbjoern Rooe Isaksen.
"Im gleichen Zeitraum wird die Nachfrage um vielleicht 60 Prozent steigen, in absoluten Zahlen also mehr als die Hälfte", sagte Solberg.
"Wir brauchen internationale Regeln ... unsere Basislinie ist die gleiche wie die der norwegischen Reeder (um die Emissionen bis 2050 um 50 Prozent zu senken)", sagte Isaksen gegenüber Reuters.
"Wir hoffen, dass die IMO sich auf diese ehrgeizigen Emissionsziele einigen wird. Das ist die einzige Lösung, wenn wir nicht regionale Lösungen fürchten, und das wird nicht funktionieren", sagte Solberg.
Er sagte, dass die Vision der Vereinigung darin besteht, dass die Schifffahrt im Jahr 2100 emissionsfrei sein soll.
Laut der IMO wird der Ausschuss für den Schutz der Meeresumwelt auf der Sitzung in London voraussichtlich "eine erste Strategie zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen von Schiffen" verabschieden.

Das Pariser Übereinkommen sieht vor, die Netto-Treibhausgasemissionen in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts schrittweise abzubauen, vor allem durch die Umstellung von fossilen Brennstoffen auf sauberere Energien wie Solar- und Windenergie.

Berichterstattung von Ole Petter Skonnord

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