Ein neues Forschungsprojekt an der National University of Singapore (NUS) hat zum Ziel, die Dekarbonisierung der globalen Schifffahrtsindustrie durch die Entwicklung von Ammoniak-betriebenen Schiffsmotoren der nächsten Generation mit hoher Effizienz und nahezu null Emissionen zu beschleunigen.
Das Projekt konzentriert sich auf ein neuartiges Motorkonzept mit Reformierungsgasrezirkulation im Zylinder (IRGR), das die wichtigsten Einschränkungen überwinden soll, die bisher die breitere Anwendung von Ammoniak als Schiffstreibstoff behindert haben.
Projektleiter Associate Professor Yang Wenming erklärte, das Konzept sei darauf ausgelegt, die Verbrennungseffizienz zu verbessern und gleichzeitig unverbranntes Ammoniak und andere Schadstoffe drastisch zu reduzieren.
Über die technische Entwicklung hinaus zielt die Initiative auch darauf ab, Singapurs Position als Drehscheibe für maritime Innovation und nachhaltige Schifffahrtstechnologien zu stärken, indem die Forschung an fortschrittlichen Motoren in ein breiteres Ökosystem der Zusammenarbeit zwischen Industrie und Talentförderung eingebettet wird.
Das Konsortium umfasst Partner der Shanghai Jiao Tong University, der Nanyang Technological University, des A*STAR National Metrology Centre und von Keppel Energy Nexus sowie die Industriepartner Daihatsu, ein weltweit führender Hersteller von Schiffsmotoren, und das American Bureau of Shipping (ABS).
Das Projekt soll voraussichtlich drei Jahre laufen, wobei das Forschungsteam an skalierbaren Motorenkonzepten arbeitet, die den zukünftigen Einsatz emissionsarmer und emissionsfreier Schiffe weltweit unterstützen könnten.