Ermittler untersuchen DVR Inhalte von Fatal Duck Boat Sinking

Gepostet von Michelle Howard30 Juli 2018
Die SD-Karte aus dem digitalen Videorekorder-System an Bord der amphibischen DUKW "Stretch Boat 7", die am 19. Juli in der Nähe von Branson, Mo, sank. (Foto: NTSB)
Die SD-Karte aus dem digitalen Videorekorder-System an Bord der amphibischen DUKW "Stretch Boat 7", die am 19. Juli in der Nähe von Branson, Mo, sank. (Foto: NTSB)

Ermittler des National Transportation Safety Board (NTSB) haben ihre erste Überprüfung des digitalen Videorekorder-Systems abgeschlossen, das aus dem tödlichen Entenboot in der Nähe von Branson, Mo, geborgen wurde.

Das UKW-Stretchboot 7 der Ride The Ducks hatte 29 Passagiere und zwei Besatzungsmitglieder zu einer Tour am 19. Juli an Bord, als sich aufgrund der verschlechterten Wetterbedingungen das Schiff in Table Rock Lake versenkte und 16 Passagiere sowie ein Besatzungsmitglied ums Leben kamen.

Aufnahmemedien einschließlich einer SD-Karte und einer entfernbaren Festplatte von dem digitalen Videorekorder-Kamerasystem des Fahrzeugs wurden von Tauchern zurückgewonnen, bevor das Entenboot gerettet wurde.

Die aufgezeichneten Video- und Audiomedien, die fünf Videokanäle enthielten: vier nach außen und eine nach innen, wurden sofort in das NTSB-Labor in Washington überführt.

Die erste Überprüfung des Rekorders durch den NTSB liefert die folgenden Informationen, die vorläufig sind und während der Untersuchung ergänzt oder korrigiert werden. Die hier angegebenen Zeiten sind vom DVR aufgezeichnet und wurden noch nicht gegen die Ortszeit validiert. Die Information enthält keine Analyse. Aus dieser Vorinformation sollten daher keine Rückschlüsse auf die Unfallursache gezogen werden. Die Audioqualität variiert während der gesamten Aufnahme stark, was sich auf die Verständlichkeit des Gesprochenen auswirkt.

  • Ungefähr 18:27:08: Der Kapitän und der Fahrer bestiegen das vorher leere Fahrzeug. Der Fahrer saß auf dem Fahrersitz und der Kapitän saß in der zur Seite gerichteten Sitzbank rechts neben dem Fahrer. (Der Kapitän betreibt die Ente auf dem Wasser und der Fahrer betreibt Ente auf der Straße.)
  • Ungefähr 18:28:00: Die Crew wurde aufgefordert, zuerst den Wasseranteil der Tour zu nehmen, von einer Person, die kurz auf das Heck des Fahrzeugs trat.
  • Ungefähr 18:29:13: Als die Passagiere geladen wurden, machte der Kapitän einen verbalen Hinweis auf das Wetterradar vor der Reise.
  • Ungefähr 18:33:10 Uhr: Der Fahrer gab eine Fahrgastzählung von 29 an und kurz darauf verließ das Fahrzeug die Terminalanlage. Der Kapitän erzählte die Tour, während das Fahrzeug in Bewegung war.
  • Ab ca. 18:50 Uhr: In der Nähe der Bootsrampe begann der Kapitän eine Sicherheitseinweisung in Bezug auf den Wasseranteil der Tour. Das Briefing beinhaltete die Lage von Notausgängen sowie den Standort der Rettungswesten. Der Kapitän zeigte dann den Einsatz einer Rettungsweste und wies auf die Lage der Rettungsringe hin. Der Kapitän setzte sich auf den Fahrersitz und der Fahrer setzte sich direkt hinter ihn.
  • Ungefähr 18:55:20: Der Kapitän kündigte den Passagieren an, dass sie ins Wasser gehen würden. Das Boot betrat das Wasser. Das Wasser schien zu dieser Zeit ruhig zu sein.
  • Zwischen 18:56:22 und 19:00:38: Der Kapitän erlaubte vier verschiedenen Kindern, auf dem Fahrersitz zu sitzen, während er beobachtete und assistierte.
  • Ungefähr 19:00:25: Auf dem Wasser erschienen schnell weiße Schaumkronen und der Wind nahm zu.
  • Über 19:00:42: Der Kapitän kehrte auf den Fahrersitz zurück. Der Fahrer ließ sowohl die Backbord- als auch die Steuerbord-Plastik-Seitenvorhänge herunter.
  • Ungefähr 19.01.01: Der Kapitän machte eine Bemerkung über den Sturm.
  • Um 19:03:15: Der Kapitän machte einen Funkruf, dessen Inhalt derzeit unverständlich ist.
  • Über 19:04:15: Ein elektronischer Ton, der mit dem Bilgenalarm verbunden ist, wird aktiviert.
  • Ungefähr 19:05:21: Der Kapitän hat mit der rechten Hand nach unten gegriffen und der Bilgenalarm hört auf.
  • Ungefähr 19:05:40 Uhr: Der Kapitän machte einen Funkruf, dessen Inhalt derzeit unverständlich ist.
  • In den letzten Minuten der Aufnahme: Wasser spritzt gelegentlich in den Fahrzeuginnenraum. (Die niedrige Bildrate und die relativ geringe Auflösung machen es im Vorüberblick sehr schwierig, genauer zu sein.)
  • Über 19:07:26: Ein elektronischer Ton, der mit dem Bilgenalarm verbunden ist, wird aktiviert.
  • 19:08:27: Die nach innen gerichtete Aufnahme endete, während das Fahrzeug noch auf der Wasseroberfläche stand.

Eine NTSB-Recorder-Gruppe, die aus technischen Experten des NTSB und Untersuchungsparteien besteht, wird am NTSB-Hauptquartier zusammenkommen, um mit der Validierung der aufgezeichneten Daten zu beginnen und ein detailliertes Protokoll der Abfolge der Ereignisse zu entwickeln.

Parteien der NTSB Untersuchung sind die US-Küstenwache, Missouri State Police Highway Patrol, Ride the Ducks, Branson und der National Weather Service.

Kategorien: Küste / Inland, Küstenwache, Passagierschiffe, Sicherheit im Seeverkehr, Verluste, Verluste